Samstag, 18. Februar 2012

Old bench gone green. Oder auch: Alte Bank mit neuem Anstrich

Ihr erinnert euch vielleicht daran, dass ich mein wunderschönes Bretz Leopardensofa →  zum Sperrmüll geben musste.


Es hinterließ eine nicht unerhebliche Lücke. Schließlich war das Sofa bis dato unser einziges Sitzmöbel in der Küche, was von uns beim Bezug der Wohnung im März 2010 einen zentralen Platz in der Küche zugeteilt bekam. Konnte ja keiner ahnen, dass der Kater nur kurze Zeit später meinen Sofa-Schatz komplett unbenutzbar machen würde...
Sicher, früher oder später soll an der Stelle ein richtiger Esstisch stehen, aber bis dahin brauchten wir DRINGENDST einen Plan B.


Und da kam unsere Holzbank, die ihr bisheriges (bis dato sechsjähriges) Leben bei Wind und Wetter unbehandelt auf dem Balkon verbracht hat und in der neuen Wohnung bisher eine Art Übergangsplatz im dritten Zimmer hatte, genau richtig.
Die erste Zeit stand der Zweisitzer noch so, wie die Natur ihn hat auf Balkonien verwittern lassen, auf dem Platz, den vorher das Leopardensofa geschmückt hatte.


Aber so oll sollte die Bank natürlich nicht bleiben, passend zur Farbgestaltung der Küche habe ich mir im Baumarkt eine Dose Alkydharzlack in einem hellen Grün anmischen lassen und das Sitzmöbel lackiert.


Hier ist ein Vorher-Nachher-Vergleich für euch:


Alkydharzlack ist ein Kunstharzlack auf Wasserbasis. Dadurch ist er sehr geruchsarm und man kann problemlos in geschlossenen Räumen damit arbeiten. Er ist besonders widerstandsfähig und stoßunempfindlich, also bestens geeignet für eine Sitzbank. :)


Wie immer anklicken für die vergrößerte Ansicht :)


Hier die einzelnen Arbeitsschritte:


1. Abschleifen
Man kann die Farbe nicht einfach so auf das Holz knallen, es muss vorher gründlich abgeschliffen werden. Und nicht nur, wenn das Holz so verwittert ist wie meins hier, sondern IMMER! Ich habe hierfür 100er Schleifpapier benutzt. Anschließend mit feuchtem Lappen den Schleifstaub von der Bank abwischen, sonst kann die Farbe nicht vernünftig haften.




2. Grundieren
Passend zum Lack habe ich mir auch Vorstreichfarbe gekauft. Dadurch haftet der eigentliche Lack besser und die Farbe kommt auf einem einheitlichen, weißen Hintergrund besser zur Geltung bzw. ist schneller einheitlich.
Aufgetragen habe ich diese Schicht mit einer kleinen Schaumstoffrolle. 




3. Lackieren
Nachdem die Grundierung ca. einen Tag getrocknet ist, kann man die Oberfläche erneut anschleifen und abwischen und dann schließlich mit dem Lackieren beginnen. 
Insgesamt habe ich vier Schichten Farbe gebraucht, um ein deckendes Ergebnis zu erhalten. 
Wichtig ist, die einzelnen Schichten jeweils gut trocknen zu lassen und vor jeder neuen Schicht Farbe die Oberfläche leicht anzuschleifen. (Ich glaube, ich habe dafür 180er Schleifpapier verwendet. Es darf nicht zu grob sein.) Dadurch wird die Haltbarkeit des Lackes erhöht, da er auf einer angerauten Oberfläche besser haften kann.
Auch den Alkydharzlack trägt man am besten mit einer Schaumstoffrolle auf, dadurch wird die Oberfläche schön eben und glatt. Zwischen den einzelnen Streben habe ich teilweise einen breiten Pinsel benutzt, um auch wirklich alle Stellen zu erreichen.




4. Trocknen lassen - FERTIG!


GRUNDSÄTZLICHES:
*  Die Farben müssen vor der Verarbeitung gründlich auf gerührt werden, damit die Pigmente nicht alle auf dem Boden hängen
*  Wichtig ist, dass sich keine Farbnasen bilden (also dass ihr nicht die Farbe so dick auftragt, dass sie als Tropfen am Lackierobjekt runterläuft)
*  Boden abdecken. Farbflecken auf dem Boden (oder wo-auch-immer) am besten sofort entfernen, das ist im getrockneten Zustand kaum mehr möglich
*  Werkzeuge direkt nach der Benutzung reinigen. Oder in einer Plastiktüte luftdicht verpacken um später damit weiterzuarbeiten





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